Von Dörzbach fährt man auf der Straße nach Meßbach über die Jagstbrücke, dahinter biegt man links ab, dann geht die Fahrt an der Jagst entlang bis zu einem Parkplatz am Waldesrand. Von dort wandert man zum nahegelegenen Festplatz auf dem drei mächtige Linden, die Schönhutslinden und starke Buchen und Eichen stehen. Es geht hangäbwärts auf einem Fußsteig bis zur Kapelle am Fuß des Tuffsteinfelsens, in dem es mehrere Höhlen gibt.

Am linken Jagstufer steht inmitten eines unberührten Uferstreifens die über 500 Jahre alte Kapelle St. Wendel zum Stein; die spätgotische Wallfahrtskapelle ist gestiftet worden, um ein Gelübde zu erfüllen. Der Sage nach befand sich hier schon vorher eine Kapelle, die ein Schäfer, der hier einen Schatz gefunden haben soll, errichten ließ. Die Kapelle ist dem Viehpatron St. Wendelin geweiht. Ihr Standort hat mit großer Wahrscheinlichkeit bereits den Kelten als Kultstätte gedient.

In dem Tuffsteinfelsen, der hinter der Kapelle aufragt, befindet sich eine Höhle, in der vorzeitliche Funde entdeckt wurden. In einer anderen Höhle im Felsen oberhalb der Kapelle hauste im Mittelalter angeblich eine Vagabundin, die den Leuten als Peitschenbabele bekannt war.

Unter dem Mesnerhaus befindet sich eine Quelle, die der Volksmund als Kindlesbrunnen bezeichnet. In dem naturnahen Klebwald oberhalb der Jagst kommen seltene, geschützte Pflanzen und Farnarten vor, unter anderem die Hirschzunge (Phyllitis scolopendrium).