Bräuche
und Feste
Maifest
Maibaumaufstellen
und Winteraustreiben
Frühjahrspferdemarkt / Herbstpferdemarkt
| Name des Brauchs | Termin |
| Maifest |
1.
Samstag im Mai |
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1. Beschreibung des Brauchs / des Festes Noch heute ziehen die Dörzbacher Schulkinder in festlichem Zug vom Schulhof hoch zum Maifestplatz bei der Kapelle St. Wendel zum Stein. Mit ihren geschnitzten "Maienstecken", an welchem unter einem Blumenstrauß Wurst u. Weck hängen, laufen die Kinder der Grundschule, der Musikverein und die Besucher zum Maifestplatz bei St. Wendel. Am Maifestplatz angekommen, findet ein Gottesdienst in der Kapelle St. Wendel zum Stein statt. Anschließend sind Vorführungen der Grundschulkinder und der Kindergartenkinder der Gemeinde Dörzbach und dem Teilort Hohebach. Für die Kinder gibt es Kletterbäume in verschiedenen Höhen. |
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Der
Musikverein sorgt für die musikalische Unterhaltung, die örtlichen
Vereine für Speis und Trank. Zum Abschluß des Festes erhält
jedes Kind ein kleines Erinnerungsgeschenk der Gemeinde. Termin ist der
1. Samstag im Mai (je nach Witterung mit Ausweichtermin auf einen der
nächsten Samstage).
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2. Geschichte und Begründung des Brauchs / des Festes |
| Der zweitälteste Traditionstag im Dörzbacher Festkalender ist das Maifest: Dieses wurde im Jahre 1836 vom damaligen Pfarrer Ottmar Schönhuth als Kinderfest gestiftet. Der Ort dieses Festes ist der alte kulturhistorische Platz auf dem Tuffsteinfelsen hoch über der "St. Wendel-Kapelle". Dort stehen heute noch die drei Linden, welche damals bei der Gründung des Maifestes gepflanzt und mit Dörzbacher Wein angegossen wurden. |
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| 3. Literatur
und Dokumente zum Brauch / zum Fest Bildband "Ein Streifzug durch die Vergangenheit" , Geiger Verlag, Horb am Neckar, S. 101 ff. |
| Name des Brauchs | Termin |
| Maibaumaufstellen
und Winteraustreiben |
Abend
des 30. April |
1. Beschreibung des Brauchs / des Festes Die Kinder der Grundschule
und der Kindergärten, stellen sich, den Butz in der Mitte, auf dem
Rathausplatz auf. Der Winter bewirft die Kinder mit Blumenschneeballen. Lied der Kinder: "Komm, lieber Mai...", usw. Seit Mitte der siebziger
Jahre ist der Butzenbrauch immer mehr eingeschlafen. In den letzten Jahren
lebt der alte Brauch wieder auf, doch wird der Butz nicht mehr verbrannt
sondern von den Kindern vertrieben. |
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2. Geschichte und Begründung des Brauchs / des Festes Nach Wallrauchs Beschreibung
fand das früher in jedem Dorf übliche Winteraustreiben in Gestalt
einer Strohpuppe (Butz genannt) in Dörzbach bis zum Jahr 1848 statt;
dann reihte sich das Einholen des Maibaumes an. |
3. Literatur und Dokumente zum Brauch / zum Fest Dörzbacher Heimatbuch
von Archivar Jürgen Hermann Rauser. |
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| Name des Brauchs | Termin |
| Frühjahrspferdemarkt
/ Herbstpferdemarkt |
2.
Samstag im Februar / 1. Samstag im November |
1. Beschreibung des Brauchs / des Festes Der Frühjahrspferdemarkt findet auf dem Marktplatz und in verschiedenen Straßen des Hauptorts Dörzbach statt. Ein großer Krämermarkt und verschiedene Ausstellungen in den Hallen der Gemeinde laden die Gäste ein. Der Höhepunkt ist der große Umzug, der sich nachmittags durch die Straßen von Dörzbach bewegt. Häufig ist es ein Faschingsumzug mit Musikkapellen, Wagen und Fußgruppen aus der näheren Umgebung. Beim Herbspferdemarkt
findet ebenfalls ein Krämermarkt statt, der allerdings nicht ganz
den Umfang des Frühjahrspferdemarkts erreicht. |
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2. Geschichte und Brauchtum des Brauchs / des Festes Die älteste hier anzuführende Tradition sind die Dörzbacher Pferdemärkte. Bereits im Jahre 1583 erwirkte der damalige Dorfherr Valentin von Berlichingen von Kaiser Rudolf II, der damals gerade bei den Deutschherren in Mergentheim weilte, das Marktrecht für Dörzbach. "Drey Jahrmarckte"
wurden festgesetzt: Davon sind bis zum
heutigen Tag geblieben: Der Frühjahrspferdemarkt mit großem
Umzug, und der Herbstpferdemarkt mit Pferdeprämierung. |
3. Literatur und Dokumente zum Brauch / zum Fest Bildband "Ein Streifzug durch die Vergangenheit S. 88 ff. v. Geiger-Verlag, Horb am Neckar. Dörzbacher Heimatbuch v. Jürgen Hermann Rauser. |
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