Streuobstwiesen
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Streuobst
sind starkwüchsige und großkronige Hochstämme verschiedener
Obstarten, die verstreut auf Wiesen, Weiden oder Wegrändern stehen.
Streuobstanbau ist eine umweltfreundliche Form des Obstbaus. Der Einsatz
von Pflanzenschutzmitteln und mineralischen Düngemitteln ist unüblich
bzw. selten.
Die geringe Rentabilität
des Streuobstanbaus führt in zunehmendem Maße zur Nutzungsaufgabe
der regionaltypischen, traditionellen Streuobstwiesen im Projektgebiet.
Die fehlende Pflege führt zu einer Überalterung und zum Zusammenbruch
der Baumbestände. Diese Entwicklung hat den Verlust eines optisch
reizvollen und ökologisch vielfältigen Elements der gewachsenen
Kulturlandschaft zur Folge. Angesichts dieser Problematik bildeten sich
in jüngster Zeit in den Landkreisen Heilbronn, Hohenlohe und Schwäbisch
Hall Streuobst-Vermarktungsinitiativen mit dem Ziel, über einen höheren
Erzeugerpreis, den sogenannten Aufpreis auf den handelsüblichen Erzeugerpreis,
den Streuobstanbau für die Bewirtschafter attraktiver zu machen und
damit die Pflege und den Erhalt der Streuobstbestände zu sichern. |
| Gründung
der Erzeugergemeinschaft "Ökologischer Streuobstanbau Hohenlohe-Franken
e. V."
Am 23. März 2000 wurde in Niederstetten-Adolzhausen die Erzeugergemeinschaft "Ökologischer Streuobstanbau Hohenlohe-Franken e. V." gegründet. Der Verein umfasst derzeit rund 230 Streuobsterzeuger aus den Landkreisen Hohenlohe und Franken, die seit Herbst 2000 auf einer Fläche von über 250 ha Streuobstwiesen Mostäpfel produzieren. Das Teilprojekt Streuobst
ist Teil des Arbeitskreises Grünland der Projektgruppe Kulturlandschaft Hohenlohe. |
![]() Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Projektgruppe Hohenlohe. |