Stadt Dörzbach

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Marktrecht

Marktrecht in Dörzbach

Marktrechte in Dörzbach  und Verleihung eines Ortswappens

Es war im Jahre 1583 als der deutsche Kaiser Rudolph II., ein Habsburger, dem Orte Dörzbach 3 Marktrechte und eine eigenes Ortswappen verlieh. Die Verleihung erfolgte auf Drängen und Bitten des damaligen Dörzbacher Ortsadeligen Valentin von Berlichingen. Die Orginalverleihungsurkunde befindet sich im Archiv des Dörzbacher Schlosses der Familie Arnulf Freiherr von Eyb.

Anläßlich des Jubiläums 400 Jahre Marktrechte wurde im Jahr 1983 von der Gemeinde und den Vertretern der Vereine ein großes Fest rund um den Marktplatz gefeiert. Höhepunkt des Festprogramms waren die Theateraufführungen im inneren Schloßhof der Familie von Eyb.
Dieses Freilichtspiel „400 Jahre Marktrechte in Dörzbach“ wurde von der Autorin Vera Münchoff zu unserem Marktrechtsjubiläum geschrieben. 

En kurzer Überblick über den Inhalt des historischen Spiels:

1. Szene - im Schloß  Dörzbach

Valentin von Berlichingen ist Schloßherr zu Dörzbach. Zu ihm zählen seine Frau Anna und die Kinder aus erster Ehe Albrecht Georg Philip und Sybilla. Die Szene spielt  um 1576. Sie führt stimmungsvoll in die Familie ein, knüpft die Verbindung zum Gegen-stand des Spiels und zeigt gleichzeitig auf, daß auch damals Meinungsunterschiede zwischen den Generationen bestanden.

2. Szene - im Schloß des Deutschordens in Mergentheim

Rudolph II. ist in Frankfurt vom Erzbischof und Kurfürst von Mainz zum Deutschen Kaiser gekrönt worden Von dort kommend macht er beim Deutschmeister in Mergentheim Station. Valentin von Berlichingen nutzt die Gelegenheit, beim Kaiser längst gewünschte Marktrechte und dazu das Recht zur Führung eines Ortswappens zu erbitten. Er erbringt den Nachweis für die vom Kaiser geforderten Voraussetzungen - der kredenzte „Dörzbacher Mirakelmächer“  hilft dabei zu überzeugen.

3. Szene - im Schloß Dörzbach

Sieben Jahre sind vergangen - man schreibt das Jahr 1583. Familiengespräch - wobei, wie könnte es anders sein auch das beantragte Marktrecht angesprochen wird. Ein fast erregter Dialog zwischen dem Vater und den Söhnen wird durch die Meldung unterbrochen: Ein kaiserlicher Bote trifft ein! Der Bote überbringt die lang ersehnte Urkunde, mit der die Marktrechte und das Ortswappen verliehen werden. Die Stimmung löst sich in Freude auf !


Schon lange finden in der Gemeinde Dörzbach keine Schweine- und  Viehmärkte mehr statt - desto mehr werden die beiden Pferdemärkte, jeweils am 2. Samstag im Februar und am 1. Samstag nach Allerheiligen (im November) gefeiert. Beim Frühjahrspferdemarkt  handelt es sich insbesondere um einen überdimensional großen Umzug, bei dem die Kommunalpolitik immer eine sehr große Rolle spielt. Der Herbstpferdemarkt steht ganz im Zeichen des Pferdes. Am Vormittag werden hier seit 1989 die Stuten, Stutfohlen und Pferdefamilien prämiert, im Nachmittag findet ein großer Pferdeumzug statt - auch wird rund um das Pferdegeschehen ein ansprechendes Rahmenprogramm geboten.